Habe ich ein Lipödem?

„Ich habe dicke Beine und möchte herausfinden, ob ich an einem Lipödem leide“

Bei der Hälfte aller betroffenen Frauen vergehen trotz klarer Symptome 10 Jahre bis zur Diagnosestellung „Lipödem“, bei einem Viertel sogar 30 Jahre!
Bis zu 10 % aller Frauen sind nach aktuellen Studien (Földi, Marshall und Schwahn-Schreiber) in Deutschland betroffen, womit es sich um eine Volkskrankheit handelt. Lipödeme sind unter Ärzten jedoch noch nicht so bekannt wie unter vielen betroffenen Frauen, da diese ihre Informationen über das Internet austauschen.

Viele Patientinnen, die zu uns zur Beratung kommen, haben schon die fachärztliche Diagnose „Lipödem“ vom Phlebologen, Gefäßchirurgen oder Hausarzt erhalten. Dort werden auch andere Ursachen wie zum Beispiel venöse Insuffizienzen durch Sonographie und klinische Untersuchungen ausgeschlossen. Auch die Abgrenzung vom Lymphödem ist entscheidend. Wenn Sie zu Ihrem Lipödem begleitende Krampfadern haben, müssen diese vor einer Lipödem-Operation behandelt werden. Nach Verschreibung von flachgestrickter Kompressionsbestrumpfung und Lymphdrainage werden Sie in der Regel zu einem erfahrenen Lipödem-Operateur weitergeleitet, um wirksamere Therapieansätze zu erörtern.

Vergleich mit- und ohne LipödemInformationen zum Lipödem

Mit Lipödem

weich-wellig-dellig
druckschmerzhaft
kühle Haut
blaue Flecken
glatt
schmerzfrei
gut durchblutet
homogene Farbe

Ohne Lipödem

Folgende 10 Punkte sind hinweisend für ein Lipödem:

  1. Historie: Leiden Sie seit der Pubertät unter „dicken Beinen“?
  2. Haut: Fühlt sich die Haut grob und knotig an?
  3. Verteilungsmuster: Besteht eine symmetrische Fettverteilung seitlich an Hüfte und Oberschenkel?
  4. Hände und Füße: Sind diese typischerweise nicht von der Schwellung betroffen?
  5. Schmerzen: Leiden Sie unter erhöhter Druck- und Berührungsempfindlichkeit?
  6. Progredienz: Gab es während einer Schwangerschaft einen verstärkten Volumenschub?
  7. Sport und Diät: Blieben Bewegung und bewusste Ernährung ohne spürbaren Effekt?
  8. Blaue Flecken: Haben Sie häufig blaue Flecken und wissen nicht woher?
  9. Vererbung: Sind weitere Familienangehörige von einer Schwellung der Extremitäten betroffen?
  10. Ärzte: Haben Sie bereits mehrere Ärzte konsultiert, jedoch ohne gewünschten Erfolg?

Sollten Sie mindestens 5 Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, empfiehlt sich eine Vorstellung bei einem Facharzt zur Diagnosestellung.

Für eine folgende Beratung über eine mögliche operative Therapie wenden Sie sich an eine auf Lipödem-Operationen spezialisierte Fachklinik.

Zahlen und Fakten

10%

An der Erkrankung „Lipödem“ leiden bis zu 10 % aller Frauen in Deutschland

10Jahre

Es vergehen durchschnittlich 10 Jahre, bis eine Diagnose getroffen wird.

100Operationen

med-plast Berlin führt mehr als 100 Lipödem OPs pro Monat durch.

Was ist ein Lipödem?

Lipödeme sind krankhafte Fettverteilungsstörungen die im Verlauf mit einer erheblichen Minderung der Lebensqualität einhergehen können. Es sind ausschließlich Frauen vom Lipödem betroffen, Männer können aber trotzdem Erbträger dieser Erkrankung sein.
Ausgelöst wird das Lipödem meist durch hormonelle Veränderungen. So kommt es in Zusammenhang mit der Pubertät, Schwangerschaft oder erst der Menopause zu schubartigen Fettgewebsvermehrungen an immer den gleichen Stellen: Oberschenkeln, Unterschenkeln, der Innenseite der Knie, Hüfte, Gesäß und auch an den Armen.
Die betroffenen Fettzellen pumpen sich dabei mit Wasser voll, geben dieses aber nie wieder ab! So können bis zum Lipödem Stadium 3 groteske Körperformen mit überhängenden Haut-Fettlappen entstehen. Diese schränken dann nicht nur die Bewegungsfreiheit ein, sondern tun auch noch weh!

3 Stadien des Lipödems

Stadium 1 - feinknotig

Stadium 1

feinknotig

Stadium 2 - grobknotig

Stadium 2

grobknotig

Stadium 3 - wulstig

Stadium 3

wulstig

Was kann man gegen ein Lipödem tun?

Leider helfen beim Lipödem weder Sport noch Diät, sondern nur eine spezielle Art der Fettabsaugung, die Lipödem-OP. Die anfangs immer begleitenden konservativen Maßnahmen wie mehrmals wöchentliche Lymphdrainage und Kompressionsbestrumpfung können das Lipödem nicht heilen. Diese akut entlastenden Maßnahmen kosten viel Lebenszeit und Energie, ohne eine nachhaltige Wirkung zu zeigen. Aufgrund der Progredienz der Erkrankung bleibt am Schluß oftmals nur die operative Entfernung des erkrankten Fettgewebes als kurativer Ansatz oder zumindest nachhaltige Entlastungsmaßnahme.

Stoppen Sie den Krankheitsverlauf.

Werden Sie Ihre Schmerzen los.
Bekommen Sie wieder Bewegungsfreiheit!

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